Vortrag / Lesung – Europa umsonst

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Europa umsonst – 3100 km zu Fuß und ohne Geld – Vortrag / Lesung

Zu Fuß und ohne Geld durch Europa

Bildvortrag / Lesung zum Buch: »Zu Fuß von Dresden nach Dublin«

Vom 26. Juni bis 10. September 1998 legte ich 3100 Kilometer zu Fuß zwischen Coswig und Doolin, an der irischen Atlantikküste gelegen, zurück.

Ich folgte dem »Weg der Schweiz«, überquerte den Furkapass, durchzog das Walliser Tal. Und blickte zum Montblanc, marschierte entlang der Rhone zum Mittelmeer und von da zurück in Richtung Paris über das reizvoll, hüglige Central Massiv. Setzte von Calais nach Dover über, arbeitete in London als Tellerwäscher und Fahrradkurier, schlug mich weiter nach Wales durch. Fuhr über den Irish Sea nach Rosslaire, durchstreifte den Killarny Nationalpark, als ich an der irischen Atlantikküste mein Ziel erreichte. Ich brauchte fast kein Geld, bekam zu essen und hatte die Straße zum Quartier. Mehr benötigte ich nicht zum Leben, und ich fühlte mich bei diesem täglichen Gang oft so sorglos und geborgen wie selten zuvor.

Es waren Tage der Entbehrung und des Abenteuers, des Hungers und des jugendlichen Leichtsinns, verbunden mit einzigartigen Begegnungen, mit Menschen, die reich waren, ohne einen Pfennig in der Tasche zu haben.

Jahr: 2006

Vortragsdauer: ca. 1:30 h

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»Zu Fuß von Dresden nach Dublin« – 3100 Kilometer ohne Geld durch Europa (2. Auflage)

2. Auflage – Mai 2021 – 2. Auflage – ISBN: 978-3-7534-0206-2 – 408 Seiten – 103 s/w Fotografien – 13,90 Euro

»Dein Buch ›Zu Fuß von Dresden nach Dublin‹ kann man nur wärmstens empfehlen …«

(Reiner Meutsch – RPR1 Rheinland – Pfälzische Rundfunk)
»Zu Fuß von Dresden nach Dublin« - 3100 Kilometer ohne Geld durch Europa
»Zu Fuß von Dresden nach Dublin« – 3100 Kilometer ohne Geld durch Europa (2. Auflage)

3100 Kilometer legte Jan Balster zurück – auf Schusters Rappen, wie man so sagt. Vom Ufer der Elbe bis an den Atlantik, quer durch Westeuropa via Schweiz, Frankreich, Großbritannien und Irland.
Das Besondere war nicht nur die Art des Reisens, sondern auch die Umstände: Jan Balster hatte keinen Euro in der Tasche.

Sein lebendiger, anschaulicher Bericht aus dem Jahr 1998 über eine ungewöhnliche Entdeckungstour ist mehr als nur Mitteilung über ein Abenteuer. Es ist auch eine überzeugende Einladung, mal über den deutschen Tellerrand zu schauen. Balster ermuntert und ermutigt mit seinem Beispiel, aus dem alltäglichen Trott auszubrechen. Dazu bedarf es keines gefüllten Kontos, sondern nur etwas Mut und Selbstvertrauen. Und Freunde finden sich überall, die einem weiterhelfen.

Der Mann widerlegt zwei Thesen. Erstens, dass man die Taschen voller Geld haben müsse, um die Welt zu entdecken. Und zweitens, dass es Abenteuer nur noch in der Arktis oder in Asien zu erleben gebe. Nein, man kann sie auch im Alten Europa bestehen.

Jan Balster bestätigt aber zugleich auch die These, dass Weltanschauung dadurch entsteht, dass man sich die Welt anschaut und mit Menschen spricht.

Der Mann ist quer durch Westeuropa marschiert. Er traf auf Deutsche, Schweizer, Franzosen, Briten und Iren. Er nächtigte im Straßengraben und auf Campingplätzen, in Obdachlosenasylen und in Jugendherbergen, in Scheunen und in Garagen. Er lebte vom Banjo-Spielen und vom Betteln, er verdiente sich Geld als Fahrradkurier in London und bei Gelegenheitsarbeiten. Er traf auf Hilfe und harte Zurückweisung, auf Zustimmung und auf Ablehnung.

Balster hat alles aufgeschrieben. Ohne Kommentar. Und zeigt, wie nah sich Menschen auf unserem Kontinent sind – und wie fern. Jan Balster kam klüger nach Hause, als er es zuvor war.

Der Leser ist es nach der Lektüre auch.


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